Warum werden inhaltlich passende Jobs abgelehnt?

Es gibt viele Gründe, warum inhaltlich passende Jobs dennoch von Bewerbern abgelehnt werden. Gerade in der heutigen Zeit sind Arbeitgeber und Jobs so transparent wie nie zuvor. Die Kandidaten können sich sehr genau über mögliche Arbeitgeber informieren. In diesem Beitrag haben wir die Hauptgründe aus der aktuellen Stepstone Trendstudie zusammengefasst.

Platz 1: 79 % können sich nicht mit dem Arbeitgeber identifizieren

Ein Kandidat hat einen für ihn passenden Job in Ihrem Unternehmen abgelehnt? Höchstwahrscheinlich konnte er sich nicht mit Ihrem Unternehmen identifizieren. Die fehlende Identifizierung stellt nämlich den Hauptgrund dafür dar, dass Kandidaten einen inhaltlich passenden Job ablehnen.
Bei bekannten Arbeitgebermarken wie Daimler oder Volkswagen wissen viele, wofür diese Unternehmen stehen. Bei unbekannten Arbeitgebermarken muss jedoch zunächst eine Identifikation aufgebaut werden. Gerade bei kleineren Unternehmen ist dies ein wichtiger Punkt.

Nehmen Sie daher Ihre Employer Value Proposition unter die Lupe:

  • Wofür stehen Sie als Arbeitgeber?
  • Wie ist Ihre Unternehmenskultur?
  • Was sind Ihre Ziele?
  • Bieten Sie Karriere oder Entwicklungsmöglichkeiten?
  • Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern?

Unser Tipp: Vermitteln Sie Ihre Werte auf Ihrer Karriere-Website und Social Media Kanälen wie z.B. Facebook. So können Sie auch Social Media Recruiting und Employer Branding miteinander verknüpfen, um das Interesse von Kandidaten zu wecken. Formulieren Sie Ihre Werte einfach und aussagekräftig – in kurzen Kernbotschaften. Binden Sie Ihre eigenen Mitarbeiter mit in Ihr Konzept ein, denn potentielle Kandidaten sind auch an dem Team hinter Ihrer Arbeitgebermarke interessiert.

Platz 2: 56% gefällt die Stellenanzeige oder Website nicht

Die Karriere-Website ist für potentielle Bewerber der wichtigste Ort zur Kontaktaufnahme mit Ihrem Unternehmen. Eine sorgfältige und planvolle Gestaltung sowie eine überzeugende Erscheinung der Website sind daher sehr wichtig. Sie haben nicht viel Zeit, um einen potentiellen Bewerber zu überzeugen. Im Durchschnitt braucht es nicht mal eine Minute, um diesen mit Ihrem Unternehmen vertraut zu machen, mit Ihren Angeboten als Arbeitgeber zu überzeugen und diesem Ihre Stellenangebote näher zu bringen.

Wir sehen immer noch zu viele Karriere-Websites, welche nicht für mobile Geräte optimiert sind. Die meisten Kandidaten sind jedoch mit mobilen Geräten auf Job Suche. Beschäftigen Sie sich daher auch mit Mobile Recruiting!

Unser Tipp: Kontrollieren Sie monatlich die KPI’s Ihrer Karriere-Website, und nehmen Sie entsprechende Verbesserungen vor. Die KPI´s lassen sich durch Google-Analytics genauestens identifizieren. Ihre Website sollte dabei den technischen Standards entsprechen. Dazu gehört z.B. ein Responsive-Webdesign, Social Media, Online-Bewerbungsprozess und eine einfache Benutzerführung.

Platz 3: 41 % finden den Bewerbungsprozess zu kompliziert

Oft ist der Bewerbungsprozess zu kompliziert. Gerade bei größeren Unternehmen wird der Kandidat dabei nicht in den Mittelpunkt gestellt.
Der Kandidat sollte die Möglichkeit haben, sich möglichst unkompliziert und schnell bei Ihrem Unternehmen zu bewerben. Daher ist auch ein Login Bereich oft nicht empfehlenswert, da dieser dem Kandidaten zu viel Zeit kosten oder ihn überfordern kann. So kann es zu weniger Bewerbungen in Ihrem Unternehmen kommen, sodass wertvolle Kontakte verloren gehen.

Unser Tipp: Schaffen Sie einen einfachen Online-Bewerbungsprozess, welcher die Bewerbungen automatisiert verarbeiten kann. Berücksichtigen Sie auch Bewerbungen von mobilen Geräten oder setzen Sie alternative Technologien ein. Unser Partner Talentcube bietet auch die Möglichkeit, sich per Video-Bewerbung bei Ihnen vorzustellen.

Platz 4: 25 % können den Ansprechpartner nicht identifizieren

An wen können sich Bewerber bei Ihnen wenden, wenn sie Fragen zu einem Stellenangebot haben? Wer ist der richtige Ansprechpartner für den Bereich IT? Oft können Kandidaten keinen Ansprechpartner identifizieren. Auch dieser Punkt kann einen wesentlichen Einfluss auf die Bewerbung nehmen.

Unser Tipp: Nennen Sie in jedem Stellenangebot den richtigen Ansprechpartner mit seinen Kontaktdaten.

Wie viele zusätzliche Bewerbungen könnten Sie generieren, wenn Ihnen diese Fehler nicht passieren?